Einführung in die psychoemotionale Medizin

Mental-emotionales Training für Heilberufe mit Alejandro Lorente. Körpertherapeuten (Ärzte, Physiotherapeuten, Masseure, usw.) beschäftigen sich, rein theoretisch, mit körperlichen Begebenheiten. Das Problem ist, dass diese Körpertherapeuten in vielen Fällen die erste psychologische -ja, sogar psychiatrische- Instanz des Landes sind. Bevor jemand zum Psychologen oder zum Psychiater geht, hat der Körper oft viele Signale von sich gegeben (siehe Burnout!). Leider reicht die psychologische Ausstattung zum Beispiel eines Physiotherapeuten meistens nicht aus um die psychosomatische Komponente einer Behandlung zu durchschauen oder zu behandeln. In der Ausbildung wurden zwar Psychologiefächer besucht, aber der Akzent der Ausbildung war auf jeden Fall auf die körperliche Ebene gerichtet. Das Allerwichtigste ist, sich einen Einblick zu verschaffen, inwieweit Geist und Körper verstrickt sind. Es werden Strategien der NLP (Neurolinguistisches Programmieren) vermittelt, mit denen der Teilnehmer in der Lage sein wird, traumatische Situationen zu behandeln. Auch gibt es eine Einführung in die Salutogenese. Hier wird das SOC-Gefühl (Sense of Coherence, Kohärenzgefühl) erklärt und seine Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Gesundheit. Die Pathogenese sucht nach den Ursachen der Krankheit, die Salutogenese konzentriert sich auf die Faktoren, die einen gesunden Menschen ausmachen. Die Salutogenese ist dabei ein wichtiger Ansatz, weil die subjektive Gesundheit einen großen Einfluss auf die objektive Gesundheit hat. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die systemische Komponente der Krankheit: Familie, Arbeit, Freunde, Beziehungen. Der Dozent ist Autor des Buches Familientheater. Hier werden die Verstrickungen zwischen den verschiedenen Akteuren des Familiendramas beschrieben, sowie Lösungen für die daraus resultierenden Probleme. Der Therapeut kann dadurch besser die eigenen Verstrickungen erkennen, so dass er weniger von seinem eigenen Helfersyndrom und von den Verstrickungen der Patienten beeinträchtigt wird. Klarheit schafft Gesundheit, nach allen Seiten. Ein Teil einer erfolgreichen Therapie ist die Therapie selber, ob Physio- oder Ergotherapie, Massage oder Medikamente. Der andere Teil -und genau so wichtig- ist die innere Einstellung des Patienten und des Therapeuten. Mit dieser inneren Einstellung kann die Heilung unterstütz, aber auch gehemmt werden. Ziel des Kurses ist es, dem Therapeuten Techniken anzubieten, mit denen der mentale Heilungsprozess unterstützt werden kann. Dazu gehören die eigenen Glaubenssätze und Erwartungen. Glaubenssätze, z.B. die Behandlung kann nur dies oder das erreichen, schränken die mentalen Möglichkeiten ein. Es geht nicht darum, durch reines Glauben Dinge zu ändern (Esoterik), sondern um eine plastische Neudefinition der Grenzen. Denn Grenzen verhindern, dass es auch anders sein könnte. Darum sind Ziele immer besser als Erwartungen. Zudem wird an den eigenen Antreibern gearbeitet, die einen weiteren entscheidenden Aspekt darstellen. Das Wissen darüber stammt aus der Transaktionsanalyse. Durch die persönliche Auseinandersetzung mit diesen Antreibern kann der Therapeut die Patienten und auch sich selbst besser verstehen. Die psychologischen Aspekte, die die Heilungsprozesse bremsen, sollten auf jeden Fall verstanden werden. Einfache NLP Übungen helfen, über diese begrenzenden Glaubenssätze zu springen. Nur wenn ich als Therapeut in der Lage bin, dies bei mir selbst zu erleben, kann ich dann andere dabei unterstützen. Sind die neurologischen Grenzen geöffnet, können neue Wege gefunden werden. Sehr oft gibt uns diese Öffnung mehr Hoffnung als die Heilungserfolge selbst. Akzeptanz ist dabei ein wichtiger Schritt, um über unseren eigenen Schatten zu springen. Das Konzept von Alejandro Lorente beinhaltet die Erkenntnis der eigenen und fremden Zwangsrollen, sowie der gesundheitsschädlichen Spiele, die auch innerhalb der therapeutischen Welt gespielt werden (Retter-Opfer, usw.). Das Bild des zukünftigen Ichs wird dargestellt, als guter Freund, der uns (und den Patienten) mit der Perspektive der Zeit begleitet. Der Humor als Leitfaden ermöglicht uns, besser mit uns selber und mit anderen umzugehen.

Inhalt

  • Die Verstrickung von Geist und Körper
  • Vermittlung von Strategien der NLP (Neurolinguistisches Programmieren)
  • Einführung in die Salutogenese
  • Erklärung SOC-Gefühl (Sense of Coherence, Kohärenzgefühl) und seine Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Gesundheit
  • Die systemische Komponente der Krankheit sowie Lösungen für die daraus resultierenden Probleme: Familie, Arbeit, Freunde, Beziehungen
  • Ziele sind besser als Erwartungen
  • Einführung in die Transaktionsanalyse
  • Einfache NLP-Übungen

Ziele

  • Sie sind in der Lage, die psychosomatischen Komponente der Krankheit zu durchschauen und zu beeinflussen. So wird Ihre eigene therapeutische Kompetenz verstärkt.
  • Sie lernen Techniken, mit denen der mentale Heilungsprozess unterstützt werden kann

Kursdaten

01.03 - 02.03.2019 Fr, Sa AL CHF 495.-  Details | Anmeldung
28.08 - 29.08.2019 Mi, Do AL CHF 495.-  Details | Anmeldung

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